Abgeordneter im hessischen Landtag
Wahlkreis 35

Pressemitteilung:

19. September 2011
Hochschulen in Hessen

Gernot Grumbach(SPD): Warum bekommen Top-Studenten in Hessen keinen Masterstudienplatz?

Der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gernot Grumbach hat sich erstaunt darüber gezeigt, dass an hessischen Hochschulen Top-Studenten nicht zum Studium zugelassen werden. „Noch vor wenigen Tagen hat die Hessische Landesregierung im Parlament sich die Welt an den Hessischen Hochschulen schön geredet und ein Notprogramm zur Bewältigung des Studierendenansturms mit einem Volumen von 100 Millionen Euro im Jahr in Bausch und Bogen abgelehnt. Nun hören wir, dass Studenten mit Einserabschlüssen keinen Masterstudienplatz bekommen. Hessens Hochschulen fehlt schlicht das Geld, um Plätze anzubieten. Das ist skandalös“, sagte der hochschulpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Gernot Grumbach am Montag in Wiesbaden. Die SPD hatte ein 25-Millionen-Euro-Notprogramm pro Quartal gefordert.

Hintergrund der Aussage ist ein Bericht bei hr-online über zwei Studenten, die mit einer Durchschnittsnote von 1,9 und 1,7 ihren Bachelorabschluss gemacht haben und nun in Frankfurt das Masterstudium absolvieren wollen. Der Masterabschluss entspricht dem früheren Magister oder Diplomabschluss.

„Diese Landesregierung mit Staatsministerin Kühne-Hörmann fährt die hessischen Hochschulen mit Volldampf vor die Wand. Es geht längst nicht mehr um politische Meinungsverschiedenheiten, es geht schlicht um die Zukunftsfähigkeit Hessens. Und es geht um die Frage, ob wir der jungen Generation eine Chance geben wollen oder nicht“, so Grumbach.

Für die SPD stellte der Hochschulpolitiker klar, dass die Master-Plätze nicht zur Finanzierung des Studierendenansturms knapp gehalten werden dürften. Das Gegenteil sei richtig: Investitionen in eine hochwertige Hochschulausbildung und die Erhöhung der Absolventenzahlen seien das Gebot der Stunde.

„Die SPD wird die Landesregierung und die Fraktionen von CDU und FDP in der nächsten Plenarsitzung erneut mit dem Thema konfrontieren und dafür werben, die politische Geisterfahrt zu beenden. Auch wenn die Hoffnung nicht groß ist, darf im Interesse der Hochschulen und der Studierenden nichts unversucht bleiben“, so Grumbach.

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